Das Wetter war bester Laune, sehr warm, sehr sonnig, kaum windig und deshalb umkreisten uns auch unentwegt aufsässig brummende Fliegen, die sich nur dank Autan nicht auf der lecker salzigen Haut niederließen.
Die Aussicht war mal wieder hinreißend:
Nach 1 Stunde bemerkten wir, dass der einzige Fleckchen blauen Himmels der direkt über uns war und ringsum näherten sich bedrohlich die Wolken, von oben und von unten.
Bald konnten wir aber weitermarschieren, bis sich der Regen zu uns gesellte und wir die nächsten 3 Stunden im andauernden starken Pladderregen regelrecht rannten. Ziemlich schnell rannen mit uns Sturzbäche auf den Wegen entlang talwärts und immer wenn ich dachte, dass der Regen stärker kaum sein könnte, hat der da oben noch ein bisschen mehr aufgedreht und mich eines besseren belehrt. Die Sicht war gleich Null, wir folgten mit starrem Blick nach untem dem Pfad. So langsam waren die Hosenbeine duchnäßt, achwas Hosenbeine... die ganze Hose war klitschnass, dann auch die Unterwäsche. Die wasserdichte Jacke hat ihre Grenzen ab 2 Stunden starken Dauerregens erlebt, ab dann lief mir der Regen in die Ärmel, in die Taschen, in den Kragen und auch unter die wasserdichte Hülle des Rucksacks. Aber der Marsch war noch lange nicht zu Ende. Ich platschte durch knöcheltiefe Bäche, bis die Schuhe randvoll mit Dreckwasser waren und irgendwie war alles egal, weil alles nass und ich hatte SOLCH einen Spaß. Dummerweise hatte Maryam nicht halb so viel Spaß, 1. wegen weniger guter Ausrüstung (keine Regenjacke, keinen Regenschutz für Rucksack) und 2. weil sie alle paar Meter ausrutschte und sich im Schlamm kugelte und ich darüber so einen Lachanfall bekam, den sie mir wirklich übel nahm.
Wir versöhnten uns erst weiter unten im Tal wieder, als auch ich meine Haltung verlor und auf dem nassen Hosenboden ca. 2m im Schlamm bergab rutschte, bis ich mich an irgendetwas festhalten konnte. Danach sahen wir beide aus wie Ausgeschissen (ähem) und obwohl ich es immernoch lustig fand, riss ich mich zusammen und wir stiegen den restlichen, matschigsten aller Hänge im Schneckentempo nach unten, gelegentliche In-den-Schlamm-setzer inbegriffen.
Da wir befürchteten, nicht in den Bus steigen zu dürfen, wie wir aussahen, setzten wir uns nach Ende des Regens im Tal in einen Fluss, um wenigstens nur nass und nicht so sehr dreckig auszusehen. Natürlich hatte es entsprechend abgekühlt auch in der Stadt und wir schlotterten nur so vor Kälte.
Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, direkt in einem schicken Restaurant einzukehren und uns mit frischen Sachen von Claudia, die wir dort trafen, einzukleiden.
Hach, diese Natur ist doch wirklich liebreizend!
Und wo ist das Foto von Euch beiden in der Matsche????? Das hätte ich doch zu gerne gesehen ;-)
AntwortenLöschenSonnigste Grüße, Nadine
Gerne hätte ich ein super-Matschepampe-Bild von uns gemacht, allerdings ist meine Kamera vom Regen nicht verschont geblieben und bei nassen Technikgeräten heißt es ja erstmal: auslassen.
AntwortenLöschenIch überlasse es also Deiner Phantasie, wie wir wohl mit nassen, braunen Klamotten aussehen ;-)